16. Sitzung des Arbeitskreises Wirtschaftsarchive Bayern beim firmenhistorischen Archiv der Allianz in München


Am 18. Juli 2017 traf sich der vom Bayerischen Wirtschaftsarchiv geführte Arbeitskreis Wirtschaftsarchive Bayern zu seiner 16. Arbeitstagung beim Firmenhistorischen Archiv der Allianz in München. Dr. Eva Moser, Leiterin des Bayerischen Wirtschaftsarchivs, konnte 33 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus bayerischen Unternehmensarchiven begrüßen. Vier „neue“ Kolleginnen und Kollegen nahmen erstmals an der Veranstaltung teil, darunter auch die Vertreter des neu installierten Unternehmensarchivs der Brose Fahrzeugteile GmbH & Co. KG in Coburg. Dr. Moser verwies auf den Netzwerkgedanken, der hinter der jährlichen Zusammenkunft der bayerischen Unternehmensarchivare steht und der sich bereits über einen langen Zeitraum bewährt hat. Sie dankte Barbara Eggenkämper, Leiterin des firmenhistorischen Archivs der Allianz, für die Einladung und die Ausrichtung der Tagung.
Barbara Eggenkämper begrüßte die Teilnehmer und erinnerte daran, dass der Arbeitskreis nun bereits zum zweiten Mal (nach 2005) bei der Allianz in München zusammenkommt. Sie gab zunächst einen kurzen Überblick über Aufgaben, Leistungen und Ziele des firmenhistorischen Archivs der Allianz und leitete dann zum Thema „Geschichte der Mitbestimmung bei der Allianz“ über. Im Zuge der 125-Jahrfeier des Unternehmens 2015 kam durch eine Anregung des Konzernbetriebsrates der Gedanke auf, auch die Mitbestimmung im Unternehmen in den Mittelpunkt einer historischen Dokumentation zu stellen. Ausgehend vom Gedanken, dass unternehmerischer Erfolg nur dann garantiert ist, wenn Management und Mitarbeiter ausgewogen, effektiv, kritisch und vertrauensvoll miteinander kommunizieren, wurde die Initiative vom Vorstand unterstützt.
Das firmenhistorische Archiv übernahm die Federführung des Forschungsprojekts. Im Ergebnis entstand ein 116seitiges, quellengestütztes und ansprechend bebildertes Buch, das den schrittweisen Kulturwandel vom „Herr im Hause“-Standpunkt hin zum sozialen Dialog und kooperativen Miteinander im Unternehmen beschreibt. Die Publikation mit dem Haupt-Titel „Der gute Wille zur Zusammenarbeit“ wurde von zwei externen Fachhistorikern erarbeitet und erschien 2017 im Druck. Sie ist für alle Mitarbeiter kostenfrei bestellbar. Parallel dazu entstand ein ebenso ansprechender wie informativer Kurzfilm über die Funktion von Betriebsrat und Arbeitnehmer-Vertretung im Aufsichtsrat der Allianz in historischer Perspektive.
Petra Seeger-Kelbe, GCore Connect/Group News Allianz SE, stellte in ihrem Vortrag zunächst die in ihren Ursprüngen auf das Jahr 1919 zurückreichende Mitarbeiterzeitschrift der Allianz als Kommunikationsplattform zwischen Unternehmensleitung und Mitarbeitern vor und schilderte deren Entwicklung bis zur Gegenwart (Allianz Journal). Anschließend berichtete sie über die 2016 eingerichtete zentrale Intranetplattform „AllianzConnect“. Sie bietet einen konzernweiten und länderübergreifenden Informationspool, über den auch das Thema Mitbestimmung entsprechend kommuniziert wurde. Dort ist auch der Filmbeitrag abrufbar.
Im Anschluss an die Vorträge hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei einem Mittagsimbiss weiter Gelegenheit zum Gedankenaustausch. Danach führten Gert Modert und Stefan Pretzlik kenntnisreich durch die vom firmenhistorischen Archiv konzipierte Dauerausstellung zur Geschichte der Allianz.


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