1. Sitzung des Arbeitskreises Wirtschaftsarchive Bayern in München

Am 24. Juni 2002 fand im Bayerischen Wirtschaftsarchiv in München die erste Sitzung des Arbeitskreises Wirtschaftsarchive Bayern statt. Ziel dieses vom Bayerischen Wirtschaftsarchiv – einer Gemeinschaftseinrichtung der bayerischen Industrie- und Handelskammern – initiierten Arbeitskreises ist es, den wechselseitigen Austausch über Möglichkeiten, Probleme und Fragen der archivischen Arbeit zwischen ArchivarInnen im Bereich der Wirtschaft zu fördern. Da ein großer Teil der ArchivarInnen in Unternehmen und Organisationen der Wirtschaft in Bayern neben- oder ehrenamtlich tätig ist, soll durch die künftig jährlich stattfindende Veranstaltung der Zusammenhalt unter den ArchivarInnen gestärkt und die fachliche Kompetenz durch die Erörterung spezieller Themen gefördert werden.
15 ArchivarInnen aus Archiven der Wirtschaft waren der Einladung zur konstituierenden Sitzung gefolgt. Bei seiner Begrüßung der Teilnehmer verwies Dr. Reinhard Dörfler, Hautgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern, auf die wichtige Rolle der bayerischen Industrie- und Handelskammern. Sie haben mit der Einrichtung des Bayerischen Wirtschaftsarchivs 1994 einen wesentlichen Beitrag für das Archivwesen der Wirtschaft im Freistaat geleistet und begrüßen die Gründung des Arbeitskreises als Bindeglied zwischen den bayerischen Wirtschaftsarchiven.
Die 1. Arbeitskreissitzung befasste sich mit der Archivierung von Fotomaterial – einem Problem, das jedem der anwesenden ArchivarInnen „auf den Nägeln brannte“. Als kompetente Fachfrau referierte Dipl.-Ing. (Phot.) Marjen Schmidt zu diesem Thema. Sie stellte den Teilnehmern in ihrem Vortrag anschaulich die fotografischen Verfahren seit Erfindung der Daguerreotypie vor, erläuterte die Besonderheiten der verschiedenen fotografischen Trägermaterialien und benannte die chemischen, biologischen und physikalischen Faktoren, die Fotografien und Negative dauerhaft schädigen können. Anhand konkreter Beispiele erläuterte sie, wie diese Schäden durch eine sachgerechte Archivierung und Handhabung – insbesondere durch die Beachtung von Temperatur-, Luftfeuchte- und Beleuchtungswerten sowie die Verwendung von entsprechenden konservierenden Materialien – zu vermeiden sind. In der anschließenden Diskussion konnten einzelne Fragestellungen vertieft und individuelle Lösungsansätze erarbeitet werden. Am Ende der Tagung bestand Einigkeit darüber, die Vernetzung der Archive der Wirtschaft in Bayern über den Arbeitskreis fortzuführen.


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